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33. Deutscher Evangelischer Kirchentag

Dresden, 1.-5. Juni 2011

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Abschlussgottesdienst

Landesbischof Jochen Bohl

Grußwort des Landesbischofs

Liebe Chorsängerinnen und Chorsänger,

der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag vom 1. bis 5. Juni, auf den wir uns lange und intensiv vorbereitet hatten, liegt hinter uns; er war das erhoffte Fest des Glaubens. Die Tage in Dresden haben unsere Erwartungen übertroffen und unsere Hoffnungen erfüllt.

Dieser Erfolg wurde möglich durch das große Engagement vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Einen ganz wesentlichen Anteil am Gelingen des Kirchentags hatten dabei unsere Chöre, die mit ihrem Gesang den Kirchentag auf vielfältige Weise bereichert und deutlich gemacht haben, welche wichtige Rolle die Kirchenmusik in unserer Landeskirche spielt. Sie haben viel Zeit und Kraft für Proben und Aufführungen aufgewendet. Dafür möchte ich Ihnen einen herzlichen Dank aussprechen.

Ich bin sicher, dass die guten Erfahrungen aus Vorbereitung und Durchführung einen nachhaltigen Effekt für unsere Landeskirche haben werden. Viele Nichtchristen haben die Kirche ganz anders erlebt, als sie sich vorstellen konnten: fröhlich, unbeschwert, und doch nachdenklich; fromm und gleichzeitig der Welt zugewandt. Das wird an manchen nicht spurlos vorübergehen und den Wunsch geweckt haben, dazugehören zu wollen. Auch in dieser Hinsicht war es ein Kirchentag mit Ausstrahlung.

Nun hat der Alltag wieder begonnen. Ich wünsche Ihnen eine erholsame Sommerzeit und insbesondere Gottes Segen für das gemeinsame Singen in Ihrem jeweiligen Chor.

Jochen Bohl
Landesbischof der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
 

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Grußwort des Landesobmanns


Liebe Chorsängerinnen und Chorsänger der Kantoreien, Jugend- u. Gospelchöre, liebe Kurrendekinder,

nun liegt der Kirchentag bereits über eine Woche zurück. Vieles klingt in mir noch nach. Das Singen und Musizieren hat diese Tage auch geprägt. Auf unterschiedlichste Weise haben wir uns eingebracht und damit ein gutes Zeugnis unserer Arbeit geben können. Die Reaktionen der Besucher, der Verantwortlichen des Kirchentages, aber auch unseres Bischofs und weiterer Vertreter unserer Landeskirche lassen eine hohe Wertschätzung und tiefen Dank erkennen. Darüber dürfen wir uns sehr freuen.

Ich darf mich bei allen Beteiligten herzlich bedanken. Auch wenn manche technischen und organisatorischen Probleme zu lösen waren und nicht immer auf volle Zufriedenheit gestoßen sind, dürfen dankbar und voller Freude auf die Tage in Dresden zurückblicken. Mögen uns diese Tage auch Kraft geben für unseren Dienst vor Ort.

Mit herzlichen Grüßen
Jens Staude
Landesobmann des Kirchenchorwerkes der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens




2. Sächsischer Kurrendetag 2009

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In Dresden kam am 10. Oktober in der Eissporthalle "Freiberger Arena" ein Musical für Kinder- und Jugendchor zur Uraufführung, das von 2.800 jungen Sängerinnen und Sängern kirchgemeindlicher Kinderchöre aus ganz Sachsen im Alter zwischen 6 und 16 Jahren gesungen wurde. Damit ist wohl der größte Kinderchor Deutschlands im Rahmen des Kurrendetags 2009 in Dresden zusammen gekommen. Das große Ereignis unter dem Motto "laufend singen" endete am Samstagnachmittag mit einem Gottesdienst in der vollbesetzten Arena, an dem mit weiteren Besuchern weit über 3.000 Menschen teilnahmen. Der Landeskurrendetag war von langer Hand vorbereitet worden und stand in der Verantwortung des Kirchenchorwerks der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Ausgelassenheit und Disziplin kennzeichneten diesen bewegenden Tag, der am Vormittag mit einem offenen Singen begann.
 
"Ihr seid eine Stütze für die ganze Landeskirche", sagte Landesbischof Jochen Bohl zur Begrüßung. Sein "Bischofsstab", den er in der Hand hielt, war ein langer dünner Pflanzenstab. "Er gibt jungen Pflanzen Hilfe zu gutem Wachstum", sagte er. Nach seiner Ansicht könne der Kurrendetag, wie überhaupt die segensreiche Arbeit in den vielen Kurrenden, ebenfalls Stütze und Begleitung junger Menschen sein, die in ihre Kirche hineinwüchsen. Der Raum der Eissporthalle füllte sich schnell mit großem Klang aus vielen Kehlen. Ein Bühnenchor mit Kurrenden aus Waldheim und Weinböhla sowie verschiedenen Instrumentalisten führten unter Leitung von Kantor Jens Staude, Landesobmann des Kirchenchorwerks, durch die Probenzeit.
 
Staude sagte im Vorfeld des Kurrendetages, dass dieses Ereignis ein Dankeschön und ein Erlebnis in der sechs- bis achtjährigen Kurrendezeit eines jungen Sängers sein solle. Deshalb habe man sich nach der guten Resonanz beim ersten Landeskurrendetag 2003 dazu entschlossen, etwa alle fünf bis sechs Jahre ein solches Treffen zu organisieren. Die Vorbereitungen liefen seit zwei Jahren in vier Arbeitsgruppen und es wurden ein Themenlied sowie ein Singewerk als Hauptstück für diesen Tag ausgeschrieben. Das Themenlied des Kirchenmusikers Friedemann Wutzler aus Weinböhla wurde schnell gefunden und die Wahl für das Hauptwerk fiel auf das Musical für Kinder- und Jugendchor "Singend laufen - die Heilung des Gelähmten" von Frieder Hecker (Text) und René Michael Röder (Musik). Nach der Herausgabe eines DIN-A4 Liedheftes konnten sich die Kurrenden in den letzten Wochen schon mal mit den beiden Werken vertraut machen.
  
Ebenfalls wurden verschiedenfarbige T-Shirts mit Logo verteilt, so dass die Ränge im Eisstadion rot, weiß, und grün leuchteten. Die Kurrenden wurden in Regionen aus denen sie kamen zusammengefasst, um unterschiedliche Aufgaben übernehmen zu können. In Sachsen singen 7.700 Kinder in den Kurrenden. "Da wollen wir für einen Großteil der Kinder ein Gemeinschaftserlebnis setzen, das so schnell keiner vergisst", sagte Kantor Christian Kühne aus Löbau, der die Öffentlichkeitsarbeit vorbereitete. Alleine aus dem Chemnitzer Regierungsbezirk lagen zuletzt 1.700 Anmeldungen vor. Aus ganz Sachsen reisten die Gruppen zum Teil in Bussen an und freuten sich neben dem gemeinsamen Singen auf ein buntes Konzert- und Unterhaltungsprogramm.
  
So kam mittags der Liedermacher Gerhard Schöne und sang gemeinsam mit den Kurrendekindern "Lieder aus aller Welt". Unter dem Motto "Eine Welt Musik" wurden an unterschiedlichen Plätzen und nach Erdteilen geordnet, verschieden Angebote gemacht. So gab es in Europa, Musik aus dem Norden, ein Accordeonduo und Instrumentenbauer, in Asien-Ozeanien eine Australienshow mit dem Digeridoo-Ensemble WARU (Feuer) aus Leipzig, in Afrika Kreativangebote und Trommler, Amerika Breakdance und eine Saft-Cocktail-Bar. Außerdem wurden in einem Außenzelt Kurzfilme unter dem Thema "In zwanzig Minuten um die Welt" gezeigt. Daneben griff Sportpfarrer Ulrich Korbel den Bewegungsdrang der Kinder auf und koordinierte ihn in verschiedenen Übungen am bunten Tuch. Vor der Halle gab es verschiedene Bastel- und Spielangebote.
 
Um 14:00 Uhr ging das zentrale Bühnenprogramm mit Jazz, Tanz und Gesang weiter. Es traten der Jazzchor Voice It aus Dresden sowie der Chor der evangelisch-lutherischen Jesusgemeinde in Riga auf. Für die lettischen Gäste, die sich sichtlich auch am großen Gesangsprogramm beteiligten, musste dieser Tag mit den vielen Sängern ein eindrückliches Erlebnis gewesen sein. Ein Breakdance-Dua aus Potsdam sorgte bei den jungen Zuschauern für Staunen und Begeisterung. Danach trat mit exotischen Instrumenten noch einmal die Weltmusikband WARU - Didgeridoo aus Leipzig und sorgte für Rhythmus bevor der Gottesdienst mit der Aufführung des Musicals begann und dazu alle Sängerinnen und Sänger sowie weitere Besucher in der Halle Platz nahmen.
  
Parallel gab es einen Empfang des Landeskirchenamtes als Dankeschön an die Organisatoren und Unterstützer des Kurrendetages. Vertreter der Stadt Dresden, von Verbänden und der Staatsregierung überbrachten Ihre Grüße. Oberlandeskirchenrat Dr. Christoph Münchow hob insbesondere die Unterstützung durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, durch den Sächsischen Musikrat, durch das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, der Stadt Dresden sowie der Landeskirchlichen Kreditgenossenschaft Sachsen eG -LKG hervor. Für Staatssekretär Hansjörg König, Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, war der Besuch des Kurrendetages die erste Amtshandlung im neuen Ressort. Er dankte allen Mitwirkenden und hob die Bedeutung der musikalischen Arbeit an den Kindern in der Schule und in den Kirchgemeinden hervor. Er verwies auf die lange und besondere Kurrende-Tradition, "die 1526 von Torgau und Sachsen ausging".
  
Für Helge Lorenz, Präsidium des Sächsischen Musikrats, sei "Sachsen mit Johann Walter das Vaterland der evangelischen Kirchenmusik" und betonte insbesondere das gemeinsame Musizieren. Er ermutigte diese Arbeit fortzuführen. "Musische Bildung ist Persönlichkeitsbildung", sagte Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger, und verwies darauf, dass die Kirchenmusiker bereit seien, die zunehmenden Ganztagsangebote in Kindergärten und Schulen fachkundig zu unterstützen. "Diese Brücke wollen wir weiter pflegen", betonte er. Landesobmann Jens Staude sieht "an diesem Tag viel Freude vom Landeskurrendetag hinausgehen in das Land" und dankte den Mitarbeitern bei der Vorbereitung des Tages. Am Empfang und am anschließenden Gottesdienst nahm auch der Präsident der sächsischen Landessynode, Otto Guse, teil.
  
Im Gottesdienst wurde mehrfach das Themenlied "Laufend Singen" von Friedemann Wutzler, der am Keyboard saß, und der die Orchester- und Band-Einstudierung vorbereitet hatte, gesungen. Beim Musical sang der Komponist René Röder mit und der Texter Frieder Hecker war ebenfalls zur Uraufführung gekommen. Es passiert wohl auch selten, dass nach einer Neukomposition gleich 2.800 Sänger gleichzeitig das Werk umsetzen. Im Gottesdienst wurde in einem Anspiel auf die Geschichte der Heilung des Gelähmten Bezug genommen. Als Überraschung fuhr ein Johanniter-Rettungswagen mit Baulicht aufs Eis und es ging dann schnell um den Verletzten in Wort und Musik. Am Schluss erteilte Oberlandeskirchenrat Dr. Christoph Münchow Sendung und Segen und hob den Dank an die Eltern hervor, die ihre Kinder zur Kurrende anmelden, fahren und sie unterstützten.